UBS-Finanzratgeber von Simon Rentsch, UBS Switzerland AG, Leiter Privatkunden Rayon Bern 

Bild: S. Rentsch
 

Was ist beim Immobilienkauf zu beachten?

Ist die Wunschimmobilie in greifbarer Nähe, muss zum einen das benötigte Eigenkapital ermittelt werden. Sprich, den Teil, den die Bauherrschaft selbst trägt. Das Einkommen bzw. die finanzielle Tragbarkeit einer Hypothek stellt den zweiten Eckpfeiler dar. Die Tragbarkeit ist dann gegeben, wenn die regelmässigen Kosten für Zinsen, Amortisationen und Nebenkosten nicht mehr als ein Drittel des Bruttoeinkommens ausmachen. 

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UBS-Finanzratgeber IX
Simon Rentsch, UBS Switzerland AG, Leiter Privatkunden Rayon Bern 

UBS-Finanzratgeber VIII
Daniel Durand, UBS Switzerland AG, Nachfolgespezialist Region Bern

UBS-Finanzratgeber VII
Roger Wullschleger, UBS Switzerland AG, Cash Management Services Bern

UBS-Finanzratgeber VI
Simon Rentsch, UBS Switzerland AG, Leiter Privatkunden Rayon Bern 

UBS-Finanzratgeber V
Andi Reber, Leiter Wealth Management Region Bern

UBS-Finanzratgeber IV
Marc Zurflüh, UBS Switzerland AG, Leiter KMU Bern-Stadt & Agglomeration.

UBS-Finanzratgeber III
Marc Zurflüh, UBS Switzerland AG, Leiter KMU Bern-Stadt & Agglomeration.

UBS-Finanzratgeber II
Marc Zurflüh, UBS AG, Leiter KMU Bern-Stadt & Agglomeration

UBS-Finanzratgeber I 
Urs Egli, UBS AG, Leiter Wealth Management Region Bern

 

 


Tipps zur Gründung eines Unternehmens
 

Die be-advanced AG wurde 1996 gegründet und ist einer der erfahrensten Dienstleister in den Bereichen Innovation und Wissens- und Technologietransfer. Im Auftrag der Standortförderung Kanton Bern und in enger Zusammenarbeit mit Hochschulen unterstützt die be-advanced AG insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und innovative Startups bei ihren Innovationsaktivitäten. Der Hauptsitz der be-advanced AG befindet sich in Bern. Filialen werden in Thun und im INNOCAMPUS in Biel betrieben.

Die be-advanced AG berät jährlich rund 300 Gründerinnen und Gründer auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Hier die wichtigsten Tipps zur Firmengründung.


Bild: Peter Michel, CFO, be-advanced AG

 

Welches ist der wichtigste Tipp zur Gründung einer Firma?
Eine überzeugende Geschäftsidee ist die Basis jeder erfolgreichen Unternehmensgründung. Die Idee alleine genügt jedoch nicht. Es gilt auch abzuklären, ob für das Produkt oder die Dienstleistung ein Markt und ein Kundenbedürfnis vorhanden sind.

Eine Firma zu gründen und auch langfristig aufzubauen braucht einen langen Atem. Wie hält man durch?
Die eigene Motivation und das Selbstvertrauen sind ausschlaggebend für Wachstum und Erfolg. Es braucht ein inneres Feuer, eine Begeisterung und ein gutes Durchhaltevermögen.

Welche Gründer haben langfristig Erfolg?
Der branchenerfahrene Firmengründer ist überdurchschnittlich erfolgreicher als „Branchenneulinge“. Er verfügt über das nötige Knowhow und hat oft bereits Zugang zum entsprechenden Markt.



Weitere Tipps zur Firmengründung

  1. Charakter
    Überdurchschnittlicher Einsatz und der Wille zum Erfolg zahlen sich aus. Der erfolgreiche Unternehmensgründer nimmt 50 oder 60 Stunden Arbeit pro Woche in Kauf.

  2. Erfahrung und Vernetzung
    Die be-advanced AG betreibt ein Gründerzentrum und organisiert Startupevents. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Gründern und erprobten Firmeninhabern ist Gold wert.

  3. Businessplan
    Der Businessplan ist der Leitfaden für den Geschäftsaufbau. Er erlaubt eine systematische Vorgehensweise und zeigt mögliche Fehlerquellen auf.

  4. Finanzierung
    Erstellen Sie ein Finanzierungskonzept, führen Sie Bankgespräche und suchen Sie Investoren. Denn die Liquidität ist der Lebensnerv der Unternehmung.

  5. Marketingkonzept 
    Klare Vorstellungen, wie das Produkt oder die Dienstleistung auf den Markt kommen soll, sind essentiell bei der Gründung. Versetzen Sie sich in ihre zukünftigen Kunden – nur so kann der Sprung in die Selbstständigkeit gelingen.

  6. Umfeld
    Der Einbezug des persönlichen Umfelds in den Gründungsprozess gibt Sicherheit, sorgt für Verständnis und erweitert das eigene Beziehungsnetz – und damit den Marktzugang.

  7. Förderpotenzial
    Verkauf und Finanzen bereiten vielen Startups Kopfzerbrechen. Seine Idee zu verkaufen ist nicht jedermanns Sache. Genauso wenig wie die Finanzen. Gewisse Tätigkeiten kann und sollte man delegieren.

 

Weiterführende Links:

www.be-advanced.ch

Gemeinsam mit dem WIRTSCHAFTSRAUM BERN betreut die be-advanced AG die Xing-Gruppe ecoBERN – Netzwerk der Wirtschaft Bern Mittelland:

www.xing.com/communities/groups/ecobern

 

 

 

be-advanced AG-Innovationsratgeber II
Peter Michel, CFO, be-advanced AG

be-advanced AG-Innovationsratgeber I
Peter Michel, CFO, be-advanced AG

 

 



Schutz von Geistigem Eigentum

 

1.     Was sind gewerbliche Schutzrechte für Geistiges Eigentum?

Gewerbliche Schutzrechte auf Geistiges Eigentum sind Patente, Marken, oder Designs. Die Inhaber solcher Schutzrechte können in einem zeitlich und geografisch begrenzten Rahmen Nachahmer vom Markt fernhalten.

​Das Grundprinzip ist einfach:

Bild: Christian Moser, Dr. med. vet., PhD
 



Mit der Anmeldung eines Schutzrechtes wird die darin enthaltene Information für die Allgemeinheit zugänglich, und im Gegenzug wird die kreative Leistung des Anmelders durch eine vorübergehende Marktexklusivität belohnt.


2.     Weshalb ist das Thema Geistiges Eigentum auch für KMU wichtig?

Es wird gerne vergessen, dass es neben dem eigenen Geistigen Eigentum auch die Schutzrechte der Mitbewerber zu beachten gilt.

Die Verletzung von Schutzrechten Dritter kann teuer werden. Ein Unternehmen sollte sich darum über bestehende Schutzrechte von Mitbewerbern informieren, und zwar bevor es ein neues Produkt lanciert. Ob es sich für ein Unternehmen lohnt, eigene Schutzrechte anzumelden, hängt sehr von der Branche und der Ausrichtung des Betriebes ab.


3.     Wie können sich KMU rasch und unkompliziert informieren?

Das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) ist die geeignete Anlaufstelle, gerade für KMU. Das IGE bietet eine breite Palette von Informationsmöglichkeiten an, von der telefonischen Auskunft über begleitete Recherchen und Schulungen bis hin zu umfassenden Rechercheprodukten für Fachleute. Bei Bedarf vermittelt das IGE Kontakte, beispielsweise zu Patentanwälten, welche professionelle Unterstützung bieten bei der Anmeldung von Schutzrechten oder bei der Beurteilung von möglichen Schutzrechtsverletzungen.

Mittlerweile sind auch viele Informationen und zahlreiche Datenbanken für Schutzrechte über das Internet zugänglich. Allerdings verlangt die Durchführung und Analyse von Recherchen sowie deren Interpretation fundiertes Wissen, sowohl im jeweiligen Fachbereich als auch auf dem Gebiet des Geistigen Eigentums. Diese Arbeiten werden mit Vorteil von entsprechenden Fachleuten übernommen.

Die 4 Schutzrechte und was Sie davon haben

Geistiges Eigentum können Sie durch folgende Rechte vor Nachahmung schützen:

Als Inhaber von Schutzrechten bestimmen während einer bestimmten Zeit Sie alleine, wer Ihre Innovationen und Kreationen wirtschaftlich nutzen, also zum Beispiel verwenden, herstellen oder verkaufen darf. Sie können Dritten diese Nutzungen verbieten. Währenddessen können Sie Gewinne erwirtschaften und die Investitionen für Forschung und Entwicklung amortisieren.

Schutzrechte sind ausserdem ein handelbares Gut, ein Vermögenswert eines Unternehmens. Sie können Ihre Schutzrechte verkaufen oder lizenzieren.

Marken-, Patent- und Designschutz beantragen Sie in der Schweiz beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum. Urheberrechtlicher Schutz muss nicht beantragt werden – ein Werk ist geschützt, sobald es geschaffen ist.

Eine Schutzrechtsstrategie führt zum bestmöglichen Schutz

Wahllos alles zu schützen, was geschützt werden kann, ist oft vergeblich. Wer sich gar nicht mit seinen immateriellen Werten befasst, ist unter Umständen gegenüber Produktkopien wehrlos. Optimal ist beides nicht.

Der bestmögliche Schutz hängt von der Branche ab, vom Marktumfeld, von der Risikobereitschaft des Erfinders oder der Firma sowie davon, inwieweit Missbrauch droht. Schutzrechte sind dabei nicht die einzige Schutzmöglichkeit: Eine Erfindung als Geschäftsgeheimnis geheim zu halten kann zum Beispiel eine Alternative zur Patentierung sein.

Gehen Sie strategisch vor, stellen Sie Ihre Bedürfnisse und die verschiedenen Schutzmöglichkeiten einander gegenüber. Von Vorteil besprechen Sie die Schutzstrategie mit einem Patentanwalt oder einem Markenberater. Erste weitere Informationen bietet auch der Leitfaden für Innovative und Kreative des IGE.

Verwenden Sie kein fremdes geistiges Eigentum

Auch andere sind kreativ und schützen ihr geistiges Kapital. Selbst wenn Sie keine Schutzrechte besitzen: Stellen Sie sicher, dass Sie mit Ihren Produkten das geistige Eigentum von Dritten nicht verletzen. Sie riskieren sonst Abmahnungen, im schlimmsten Fall müssen Sie Ihre Produkte vom Markt nehmen und Schadenersatz zahlen. Mittels Recherchen können Sie klären, ob

  • Ihr Produkt und/oder Verfahren im Schutzumfang von Patenten Dritter liegt,
  • Ihr Produkte- oder Firmenname sowie Ihr Logo ältere Markenrechte verletzen
  • oder ob Mitbewerber verwechselbare Designs geschützt haben. 
     

Weiterführende Informationen

Websites des IGE:

www.ige.ch
kmu.ige.ch – Websites des IGE für KMU und Einsteiger

Nützliche Direktlinks: 

Häufige Fragen zum Thema Geistiges Eigentum
Gedacht. Gemacht. Geschützt. – Marken, Patente und Co auf den Punkt gebracht (Broschüre)
Glossar – Geistiges Eigentum von A-Z
IP Beratungsnetzwerk
Selbst recherchieren: frei verfügbare Datenbanken
 

Dienstleistungen des IGE für KMU

Einstieg

  • Contact Center des IGE, T +41 31 377 77 77: Ihre Anlaufstelle für alle Fragen zum Immaterialgüterrecht (Marken, Patente, Design, Urheberrecht)
  • kmu.ige.ch – die Website des IGE für KMU und Einsteiger
  • Selbst recherchieren in frei verfügbaren Datenbanken


Basis-Dienstleistungen

  • Begleitete Patentrecherche: Während der halbtägigen Recherche recherchiert ein Patentexperte aus dem Fachgebiet gemeinsam mit Ihnen nach dem Stand der Technik in Bezug auf eine Erfindung und gibt Auskunft zu Patentfragen.
  • Schulungen
  • IP-Beratungsnetzwerk in Zusammenarbeit mit Patentanwälten: unentgeltliche Erstberatung bei Fragen zum Patentschutz und zum urheberrechtlichen Schutz von Software


Weiterführende Dienstleistungen für professionelle Nutzer

 

Das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE)

Das IGE ist das Kompetenzzentrum des Bundes für Immaterialgüterrechtsfragen. Die Aufgaben des IGE werden durch das Bundesgesetz über Statut und Aufgaben des IGE (IGEG) und die immaterialgüterrechtlichen Spezialgesetzgebungen (Markenschutz-, Patent- und Designgesetz) geregelt.

  • Prüfung, Erteilung und Verwaltung der immaterialgüterrechtlichen Schutztitel
     
  • Beratung der politischen Instanzen, Vorbereitung der Gesetzgebung und Vertretung der Schweiz auf internationaler Ebene
     
  • Hoheitliche Dienstleistungen gemäss Informationsauftrag: Belange des Immaterialgüterrechts und vor allem seine Vorteile in der Schweiz noch besser bekannt machen. Besonders kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) sollen für eine aktive Schutzrechtspolitik sensibilisiert werden.
     
  • Erweiterte Dienstleistungen für professionelle Nutzer: Kundenspezifische Patent- und Markenrecherchen zu Marktpreisen.