So vermeiden Sie Stress. 

 

Bereits der antike Philosoph Epiktet wusste, Stress alleine macht nicht krank. Nur die Vorstellung – die eigene Meinung davon – macht uns krank. Was meinte er damit? Eine Studie bringt Licht in die Sache.
 

Von Reto Liniger

Stress macht krank, an diesem Befund gilt nichts zu rütteln – meinen viele. Doch diese Kausalität ist keineswegs zwingend. Das wusste bereits der antike Philosoph Epiktet: «Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellungen und Meinungen von den Dingen.» Was meinte er damit? Wenden wir den Epiktet an: Ihr Fussballteam verliert das entscheidende Spiel um die Meisterschaft. Hätten wir da eine zwingende Kausalität, dann dürfte diese Niederlage Sie in tiefe Trauer versetzen – oder mindestens kurzweilig in Unmut. Ist diese Kausalität tatsächlich zwingend? Sie könnten ja gelassen darauf reagieren oder mit Humor.

Stress ist nicht zwingend gesundheitsschädigend

Das hat Epiktet gemeint: Es sind nicht die Dinge an sich, die uns beunruhigen, entscheidend ist, wie wir die Dinge bewerten – also unsere innere Haltung. Wir sind da ganz frei, können also konträr zur Sache fühlen. In den letzten Jahren wächst die Erkenntnis, dass nicht Stress alleine das Problem darstellt, sondern die Einstellung zum Stress – eben unsere innere Bewertung davon. Eine Studie der Universität Wisconsin hat 29 000 Menschen befragt, wie viel Stress sie ausgesetzt seien. Zudem wollten die Interviewer wissen: «Glauben Sie, dass Stress gesundheitsschädigend ist? » Jahre später durchforsteten die Wissenschaftler die Sterberegister, um zu eruieren, wer von den Befragten gestorben war. Ergebnis: Jene die angegeben hatten, Stress gefährde ihre Gesundheit, und viel Stress hatten, wiesen die höchste Sterberate auf. Jene hingegen, die ebenfalls grossem Stress ausgesetzt waren, ihn aber für unbedenklich hielten, weisen das niedrigste Sterberisiko auf – niedriger noch, als diejenigen, die in ihrem Leben wenig oder gar keinen Stress hatten. Was heisst das? Wie wir Stress bewerten, ist uns überlassen. Das Empfinden von Glück hängt also weniger von den äusseren Umständen ab, als von unserer inneren Haltung dazu. Epiktet empfiehlt daher, sich nicht in einen Kampf gegen das Unabänderliche (zum Beispiel Stress an der Arbeit) zu verausgaben, sondern an der inneren Haltung zu arbeiten. 


 

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