Kathrin Zuber, Gemeindepräsidentin aus Bolligen

Einwohnergemeinde Bolligen - Stadt trifft auf Natur

Mit diesen Worten empfängt die Gemeindehomepage den Leser. Bolligen, nordöstlich von Bern gelegen, verbindet das Worblental mit dem Emmental. Bolligen ist eine angesagte Wohngemeinde – die Nachfrage nach Wohnraum ist gross; beste Anbindung an den ÖV, gute Schul- und Kinderbetreuungsangebote, viele Vereine und nicht zuletzt das vielfältige Kulturprogramm im Reberhaus bieten den Einwohnerinnen und Einwohnern viel. Zudem ist die Landschaft als idealer Naherholungsraum bestens erschlossen.

Doch für neue Wohnüberbauungen ist nur noch punktuell Platz vorhanden. Wie gehen wir in Bolligen mit dieser Situation um? Die Raumplanung diktiert uns vorab die innere Entwicklung. Das Dorf wird sich verändern, die Wohnsiedlung Hühnerbühl soll mit einer Aufstockung um ein Wohngeschoss attraktiv saniert werden. Dies ruft aber die Nachbarinnen und Nachbarn der Siedlung aufs Tapet. «Wenn wir nicht mehr freie Sicht zu den Alpen oder Richtung Stadt haben, bedeutet dies eine Wertverminderung unserer Liegenschaft», heisst es etwa. Hier gilt es, durch gute Kommunikation durch die Gemeinde zusammen mit den Investoren alle Betroffenen mit ins Boot zu nehmen und die Vorteile einer Veränderung zu beschreiben.

Es werden viele Neuwohnungen entstehen

Mit der Überbauung im Areal des ehemaligen Flugbrunnenschulhauses und dem Pfrundlandgebiet der Kirchgemeinden Bolligen, Ittigen und Ostermundigen werden in den nächsten Jahren viele Neuwohnungen entstehen. Wird da der bestehende Schulraum noch genügen? Das können wir erst beantworten, wenn wir die Neuzuzüger kennen.

Für das Gebiet Bahnhof ist eine Zonenplanänderung in der Vorprüfung – die Umgebung um diesen Verkehrsknotenpunkt, dem Einfahrtstor in die Gemeinde, wird sich in den kommenden Jahren stark verändern. Es sollen höhere Gebäude entstehen, die Parkplätze sind unterirdisch geplant.

Wenn Neues entsteht, muss man sich von Liebgewonnenem trennen. Höhere Häuser ergeben mehr Schatten und wer weiss, plötzlich könnten neue Nachbarn Einblick in meinen Garten haben!

Kathrin Zuber, Gemeindepräsidentin Bolligen

 

Wollen Sie die Kolumne von Marco Rupp lesen, dem Gemeindepräsidenten aus Ittigen? Hier