8 Tipps aus 20 Jahren Berufserfahrung.

1. Neue Köpfe

Wenn das Projekt schon im Sand steckt, dann hilft es nicht, wenn man das ganze bisherige Team weiterwursteln lässt. Es braucht neue, unbelastete Köpfe, oder zumindest einen neuen Projektleiter mit der Kompetenz, gegebenenfalls Leute auswechseln zu können. Der Beizug eines externen Projektleiters bietet den Vorteil, dass er unbelastet ans Werk gehen kann und ihm die Leute besser gehorchen als einer internen Person.

2. Es liegt nicht am Thema

Ein Projekt steckt selten im Sand, weil die Aufgabenstellung zu komplex ist. Meistens liegt es an den Leuten im Projektteam. Wenn sich diese gut verstehen, dann wird das Unmögliche möglich. Jede Person im Team ist eine Persönlichkeit mit eigenem Charakter und eigenen Befindlichkeiten. Es ist die Aufgabe des Projektleiters, soweit möglich mit dem bestehenden Team das Maximum zu erreichen.

3. Ausrichten der Köpfe

Wenn innerhalb des Projektes die Geister zerstritten sind, dann kommt nichts Gutes heraus. Also muss man sie Schritt für Schritt auf die gemeinsame Linie einschwören und dafür sorgen, dass sie nicht nur am gleichen Strick ziehen, sondern auch in die gleiche Richtung! Interne Querelen müssen in den Hintergrund treten und zugunsten des gemeinsamen Ziels auf die Seite geschoben werden.

4. Nur Fachleute am Tisch

Oft werden Leute in ein Projekt delegiert, welche keinen Beitrag zur Lösung leisten können. Sie werden vielleicht ehrenhalber dorthin delegiert, vielleicht als Aufpasser, aus einer Fehlinterpretation der Aufgabe oder sonst einem Grund. Grundsätzlich soll das Team soweit verkleinert werden, bis von jeder erforderlichen Disziplin und jeder Rolle nur noch ein Vertreter dabei ist. Pro Mitglied sind die Aufgaben, die Verantwortung und die Kompetenzen festzulegen.

5. Klare Information nach Aussen

Der Auftraggeber des Projektes muss auf einfache Art über den Stand informiert werden können. Kurzer Beschrieb des Themenbereiches mit dem aktuellen Stand und den in Angriff zu nehmenden Arbeiten. Die farbliche Kennzeichnung von Feldern (grün = gut / orange = Probleme, aber lösbar, Massnahmen eingeleitet / rot = problematisch, Lösung noch nicht in Sicht) dient dem schnellen Überblick.

6. Speditive Sitzungen

So wie die Sitzungen geführt werden, so läuft das Projekt! Sie sind straff zu führen und die Aufträge klar zuzuteilen. Für Palaver ist keine Zeit, das ist viel zu teuer. Die Sitzungen werden in der Regel nach einer fixen Traktandenliste abgewickelt. Protokoll und ToDo-Liste sind innerhalb von drei Arbeitstagen zu verschicken. Steckt ein Projekt im Sand, lag vermutlich auch das Sitzungswesen im Argen.

7. Übersichtliches Cockpit

Ohne übersichtliches Cockpit, welches die wesentlichen Daten wiedergibt, lässt sich ein Projekt nicht führen. Ist ein Projekt im Sand stecken geblieben, liegt es oft am fehlenden Überblick. Somit muss gleich zu Beginn der Rettungsaktion der Projektauftrag nochmals geklärt, die Risikoanalyse durchgeführt und das Cockpit auf Vordermann gebracht werden. 

8. Lieber ohne Juristen

Kommt ein Projekt nicht mehr vom Fleck, dann kann es vorkommen, dass die eine Partei einen oder gleich mehrere Juristen entsendet, um den Sachverhalt aufzunehmen und Schuldfragen zu klären. Damit kommt das Projekt um keinen Schritt vorwärts, sondern es wird blockiert. Wenn es sich um ein technisches Projekt handelt, dann haben Juristen nichts zu suchen (falls Sie als Leser selbst Jurist sind, mögen Sie mir verzeihen, aber ich bleibe dabei). Es sollen nur diejenigen Leute am Tisch sitzen, welche etwas zum Erfolg des Projektes beitragen können.

 

Die Beachtung obiger Tipps kann dazu verhelfen, dass das Projekt gar nicht in den Sand gerät. Viel Erfolg! Ihr Coach, Peter ‘Güfi’ Küpfer. Weitere Informationen auf www.coach-in.ch

 

 

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