Kurt Wenger, Gemeindepräsident Meikirch

 

Lernen aus der Krise – nutzen von Chancen

Der Alltag in unserer Landgemeinde Meikirch am Frienisberg Südfuss wickelte sich während der Lockdown-Phase relativ unaufgeregt ab. Man übte sich in Zurückhaltung, profitierte von der Entschleunigung und nutzte die Gelegenheit, sich in unserem vor der Haustüre liegenden Naherholungsgebiet fit zu halten.

Schön zu erfahren, war die grosse Solidarität in der Bevölkerung. Die jüngere Generation unterstützte die zur Risikogruppe gehörenden Mitmenschen. Unser «Netzwerk mitenand-fürenand» stellte mit Freiwilligen unter anderem die Hauslieferungen ab unseren Dorfläden sicher.

Unsere KMU waren unterschiedlich von der Krise betroffen. Einige gerieten an ihre Belastungsgrenze, andere profitierten jedoch von neuem Konsumverhalten der Bevölkerung (Dorfladen vor Einkaufscenter) und einige entwickelten sich dank neuen Ideen weiter. Das digitale Konferenzwesen öffnete neue Möglichkeiten – die Innovationskraft bei den KMU fing zu sprudeln an. Nun gilt es, die Krise als Chance zu nutzen, den Schwung beizubehalten und die erreichte Innovationskraft weiter zu entwickeln.

Gerade in einer solchen Phase ist es wichtig, dass die Gemeinde als treibende Kraft vorausgeht. Nebst Koordinations- und Unterstützungsaufgaben wurden die laufenden Projekte, wie das Verkehrssicherheitskonzept oder der Umbau des alten Schulhauses abschlussreif vorangetrieben.

Der gesundheitliche Schaden konnte gottlob weitgehend vermieden werden, aber der Wirtschafts- und Finanzschaden wird noch über Jahre seine Tribute kosten. Ein vorsichtiges Haushalten wird jetzt erst recht nötig sein. Seien wir dankbar, dass wir vor Schlimmerem verschont blieben.     

 

Kurt Wenger, Gemeindepräsident Meikirch und Grossrat des Kantons Bern

 

 

 

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