- 12.10.2026 - 14:52
- Berner Newspool
Berner Sportlehrer entwickelt App zum Namenmerken
(CONNECT) Markus Scharnowski hat für Personen mit schlechtem Namensgedächtnis die App GudMem entwickelt. Wo immer jemand einer neuen Gruppe gegenübersteht, soll sie dabei helfen, Namen und Gesichter spielerisch zu trainieren, etwa von Schulklassen, neuen Arbeitskolleginnen und -kollegen oder im Verein.
Dabei wird einem Artikel des „Bärnerbär“ zufolge der Datenschutz gewahrt: „Es verlässt nichts das Handy. Kein Konto, keine Cloud, keine Auswertung. Alles läuft lokal auf dem Gerät.“ Demzufolge läuft die App auch offline. Zum Trainingsstart importiert man eine Liste mit Gesichtern und Namen, etwa eine Klassenliste als PDF, Foto oder Word-Dokument. GudMem erstellt daraus automatisch Namen-Gesichtspaare.
In passenden Lernübungen müssen die Nutzenden Gesichtern Namen zuordnen, oder umgekehrt. Dabei konzentriert sich die App auf jene Namen, bei denen es noch hapert. Möglich sind zudem freie Eingaben und ein Aussprachetraining. Dafür lässt sich aufnehmen, wie jemand seinen eigenen Namen ausspricht. Wie Scharnowski betont, ist Namen zu kennen keine Nebensächlichkeit, sondern „ein Türöffner und verschafft einem viele Sympathiepunkte. Ausserdem hebt man sich damit von der Masse ab.“
GudMem ist eines der Werkzeuge, die Scharnowskis Firma Gud GmbH für ihre Beratungs- und Weiterbildungstätigkeit bezüglich Software und Künstliche Intelligenz entwickelt hat. Alle Mandate übernimmt Scharnowski persönlich. Zudem ist er Start-up-Coach bei be-advanced, der Innovationsagentur des Kantons Bern, ist Mitglied der IT-Leitung im Berner Bildungszentrum BFF und hält Vorträge über KI. In der BFF-Turnhalle unterrichtet er als Sportlehrer etwa zwölf Klassen parallel. ce/mm