- 19.10.2026
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Nicole Loeb gewinnt den HIV-Wirtschaftspreis 2026
An der 41. Verleihung des HIV-Wirtschaftspreises ehrte die HIV-Sektion Bern Nicole Loeb. Die Verwaltungsratspräsidentin und Delegierte des Verwaltungsrates des Berner Traditionsunternehmens LOEB erhält den 1985 ins Leben gerufenen Preis für ihr unternehmerisches Engagement, die konsequente Weiterentwicklung des stationären Detailhandels und damit ihren Beitrag zu lebendigen Innenstädten.
Giorgio Albisetti, Präsident der HIV-Sektion Bern, würdigte Loeb in seiner Laudatio als Unternehmerin, die Tradition und Veränderungsbereitschaft miteinander verbindet: «Nicole Loeb verwaltet nicht einfach ein unternehmerisches Erbe. Sie entwickelt es weiter. Mit einer eigenen Haltung und mit der Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen, auch wenn das Ergebnis noch nicht klar ist. Sie hat erkannt, dass ein Warenhaus im 21. Jahrhundert mehr sein muss als eine Ansammlung von Verkaufsflächen. Es muss inspirieren, überraschen und Begegnungen ermöglichen.»
Nicole Loeb führt das Unternehmen LOEB in fünfter Generation. Die Übernahme des Familienunternehmens war ursprünglich nicht Teil ihres Lebensplans. Als LOEB in schwieriges Fahrwasser geriet, entschied sie sich jedoch bewusst für die Weiterführung des Unternehmens. Dabei machte sie deutlich, dass sie keinen halbherzigen Übergang, sondern einen Neustart mit einer eigenen Strategie anstrebte. Seither entwickelt sie das Traditionshaus mit Beharrlichkeit und Blick auf die Zukunft weiter.
Unter ihrer Führung wurde das Warenhaus neu gedacht. LOEB soll nicht versuchen, das Internet nachzuahmen, sondern die eigenen Stärken des stationären Handels ausspielen: die persönliche Begegnung, das unmittelbare Erlebnis und das gute Gefühl, willkommen zu sein. Aus klassischen Verkaufsflächen entstanden deshalb zunehmend Orte, an denen Menschen nicht nur einkaufen, sondern auch verweilen, Neues entdecken und gemeinsam etwas erleben können. Dabei verbindet Loeb Veränderungsbereitschaft mit wirtschaftlicher Bodenhaftung. Neue Ideen müssen zum Unternehmen passen, der Kundschaft dienen und langfristig tragfähig sein.
Besonders deutlich zeigte sich diese unternehmerische Haltung während der Coronapandemie. Während Geschäfte schliessen mussten und sich die Innenstädte leerten, wurden bei LOEB neue Pläne entwickelt und Räume neu interpretiert. In dieser Zeit entstand unter anderem die Idee für einen neuen Ort hoch über den Dächern der Stadt. Die Umsetzung verlangte Investitionen, Zeit und Mitarbeitende, die den eingeschlagenen Weg mittrugen. Sie steht beispielhaft für die Bereitschaft, auch in unsicheren Zeiten an die Zukunft des Standorts zu glauben.
Im Zentrum der Unternehmensführung stehen für Nicole Loeb die Mitarbeitenden. Sie sind entscheidend dafür, ob sich Kundinnen und Kunden willkommen fühlen und ein Warenhaus als persönlichen Ort erleben. Damit unterstreicht das Unternehmen seinen Anspruch, nicht das grösste oder lauteste, sondern das persönlichste Warenhaus zu sein.
Loeb versteht den stationären Detailhandel nicht als Konkurrenz einzelner Geschäfte, sondern als gemeinsames Ökosystem. Jedes zusätzliche Angebot stärkt aus ihrer Sicht die Innenstadt, während jede Schliessung das gesamte Umfeld schwächt. Für lebendige Zentren braucht es aus Ihrer Sicht das Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren und genügend unternehmerischen Freiraum. So entstehen Angebote, werden Arbeitsplätze gesichert und bleiben die Erdgeschosse der Innenstädte belebt.
Mit dem HIV-Wirtschaftspreis 2026 zeichnet die HIV-Sektion Bern eine Unternehmerin aus, die sich bewusst für die Standorte Bern, Thun und Biel, für den stationären Detailhandel und für die Zukunft lebendiger Innenstädte entschieden hat. Nicole Loeb zeigt, wie ein traditionsreiches Familienunternehmen seine Geschichte bewahren und sich gleichzeitig konsequent weiterentwickeln kann. Ihr Engagement stärkt nicht nur LOEB, sondern die Attraktivität des gesamten Wirtschaftsstandorts.
Quelle: Medienmitteilung der HIV-Sektion Bern