Neuer Sparkr-Bericht analysiert Wirkung von KI auf den Schweizer Arbeitsmarkt

(CONNECT) Die Sparkr - Lundsgaard-Hansen Consulting and Innovation Agency (Sparkr) hat einen neuen Bericht zu KI im Schweizer Arbeitsmarkt veröffentlicht. Der von Christian Lundsgaard-Hansen geschriebene Bericht analysiert und gewichtet vier Szenarien zur Wirkung Künstlicher Intelligenz auf den Schweizer Arbeitsmarkt. Demnach sei eine gestaffelte, asymmetrische Disruption, bei der einzelne Tätigkeiten, Berufsgruppen und Alterskohorten unterschiedlich betroffen sind, das wahrscheinlichste Szenario. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass etwa 55 bis 65 Prozent der Beschäftigten in der Schweiz von KI profitieren könnten, 10 bis 15 Prozent durch KI stärker unter Druck geraten und die restlichen 25 bis 30 Prozent nur begrenzt von KI betroffen sein dürften.

Der Bericht von Sparkr basiert auf Erkenntnissen aus rund 50 Schweizer und internationalen Quellen. Er berücksichtigt neben der technischen KI-Exposition auch Nachfragepotenzial, Marktstruktur, Organisationsdesign und die Frage, ob KI menschliche Arbeit ergänzt oder ersetzt.

Lundsgaard-Hansen zufolge werden kurzfristig digitale und standardisierbare Wissensarbeiten sowie bestimmte Berufseinstiege besonders unter Druck geraten. „Mittelfristig erscheint ein net-neutrales Szenario mit relativ stabiler Gesamtbeschäftigung, aber erheblichen Verschiebungen unter der Oberfläche plausibel“, erklärt der Autor in einer Mitteilung. „Langfristig besteht das Potenzial für einen net-positiven Entwicklungspfad; vorausgesetzt, Produktivitätsgewinne werden in Innovation, zusätzliche Nachfrage und neue Wertschöpfung übersetzt.“

Als besonders von KI betroffen sieht Lundsgaard-Hansen zudem die Karriereleitern. Da typische Einstiegsaufgaben zunehmend von generativer KI unterstützt oder automatisiert werden, stellt sich für Unternehmen die Frage, wie Nachwuchskräfte in Zukunft Erfahrung, Urteilskraft und berufliche Identität aufbauen können. ce/nta

Quelle: punkt4.info / Café Europe